Die Herbst-Diözesanversammlung des BDKJ München und Freising hat Maximilian Margreiter zum neuen hauptamtlichen Diözesanvorsitzenden gewählt. Der 35-Jährige folgt auf Alexander Klug und möchte sich besonders für die Stärkung des Ehrenamts, eine starke politische Stimme junger Menschen und eine offene Kirche einsetzen.
Bei der Herbst-Diözesanversammlung am Samstag, 17. Oktober 2026, haben die Delegierten des BDKJ München und Freising einen neuen hauptamtlichen Diözesanvorsitzenden gewählt. Maximilian Margreiter setzte sich dabei gegen zwei weitere Kandidierende durch. Künftig wird er gemeinsam mit den weiteren Mitgliedern des Diözesanvorstands die Interessen der katholischen Jugendverbände in der Erzdiözese München und Freising vertreten.
Ehrenamt stärken und Überlastung entgegenwirken
Ein zentrales Anliegen des neuen Diözesanvorsitzenden ist die Zukunft des ehrenamtlichen Engagements. Immer mehr Aufgaben verteilen sich auf immer weniger Engagierte. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Jugendverbandsarbeit, während hauptamtliche Unterstützung und finanzielle Ressourcen unter Druck geraten.
Margreiter möchte deshalb genauer hinschauen, welche Aufgaben und Strukturen langfristig tragfähig sind. Dazu gehört für ihn auch, bestehende Angebote kritisch zu hinterfragen, Prioritäten zu setzen und neue Perspektiven zuzulassen. Ziel ist es, ehrenamtlich Engagierte zu entlasten und ihnen gute Rahmenbedingungen für ihre Arbeit zu ermöglichen.
Dabei spielt auch die Finanzierung eine wichtige Rolle. Margreiter will sich dafür einsetzen, dass die Jugendverbände weiterhin die personelle und finanzielle Unterstützung erhalten, die sie für ihre Arbeit benötigen.
Jungen Menschen eine starke Stimme geben
Angesichts einer zunehmend rauen politischen Landschaft sieht Margreiter die Interessenvertretung junger Menschen als eine der wichtigsten Aufgaben des BDKJ. Der Dachverband soll sich weiterhin deutlich in gesellschaftliche und kirchliche Debatten einbringen und die Anliegen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen hörbar machen.
Zugleich möchte er den BDKJ in der gesamten Erzdiözese stärker sichtbar machen. Gerade in einem so großen Gebiet wie München und Freising sei es wichtig, den Kontakt zu den Jugend- und Kreisverbänden zu pflegen und deutlich zu machen, welchen Mehrwert die Zusammenarbeit im Dachverband bietet – von gemeinsamen inhaltlichen Positionen über Vernetzung bis hin zur Unterstützung bei Fördermöglichkeiten.
Für eine offene und vielfältige Kirche
Auch die Weiterentwicklung der katholischen Kirche ist Margreiter ein wichtiges Anliegen. Er möchte sich für eine Kirche einsetzen, in der unterschiedliche Lebensentwürfe und Glaubenswege Platz haben.
Positive Entwicklungen hin zu einer offeneren Kirche möchte er aufgreifen und weiter voranbringen. Als Beispiel nannte er bei seiner Vorstellung den Gottesdienst zum Christopher Street Day im Münchner Dom.
Die katholischen Jugendverbände sieht Margreiter dabei als wichtige Orte gelebter Gemeinschaft. Sie ermöglichen jungen Menschen, ihren Glauben auf unterschiedliche Weise zu entdecken, Fragen zu stellen und Kirche aktiv mitzugestalten.
Langjährige Erfahrung in der Jugendverbandsarbeit
Maximilian Margreiter ist seit seiner Kindheit in der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) verwurzelt. Dort engagierte er sich unter anderem als Gruppenleiter und bei der Organisation von Lagern und Veranstaltungen.
Nach seinem Studium der Sozialen Arbeit war er sieben Jahre lang als Bildungsreferent bei der DPSG München und Freising tätig. Zu seinen Aufgaben gehörten unter anderem Fragen der Finanzierung von Jugendverbandsarbeit und die Beantragung von Zuschüssen.
Darüber hinaus absolvierte er einen Masterstudiengang im Sozialmanagement mit Schwerpunkten in Finanzierung, Führung und Qualitätsmanagement. Zuletzt war er freiberuflich tätig.
Mit dieser Kombination aus langjähriger ehrenamtlicher Erfahrung, beruflicher Praxis in der Jugendverbandsarbeit und fachlichem Wissen im Sozialmanagement bringt Margreiter vielfältige Perspektiven in seine neue Aufgabe ein.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Als hauptamtlicher Diözesanvorsitzender wird Maximilian Margreiter Teil des fünfköpfigen Diözesanvorstands des BDKJ München und Freising. Das gleichberechtigte Leitungsgremium setzt sich aus haupt- und ehrenamtlichen Vorsitzenden sowie der Geistlichen Verbandsleitung zusammen.
Der BDKJ München und Freising gratuliert Max herzlich zur Wahl und freut sich auf die gemeinsame Arbeit für eine starke, vielfältige und zukunftsfähige katholische Jugendverbandsarbeit.







