München, 21.04.2026 – Mit einem Schreiben an alle pastoralen Mitarbeitenden der Erzdiözese München und Freising ruft Erzbischof Reinhard Kardinal Marx dazu auf, Segnungen für Paare, die sich lieben, entsprechend einer gemeinsamen Handreichung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) zu ermöglichen. Künftig sollen auch gleichgeschlechtliche und queere Paare sowie wiederverheiratete Geschiedene einen Segen durch die katholische Kirche erhalten können. Kein Paar, das darum bittet, soll abgewiesen werden.
Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in der Erzdiözese München und Freising freut sich über diesen längst überfälligen Schritt. Dass Paare, die sich lieben, ausdrücklich in der Mitte der Gemeinde willkommen sein sollen, ist für den Jugendverband ein wichtiges Signal für eine Kirche, die sich weiter öffnet.
„Unter dem Hashtag #loveisnosin setzen wir uns als BDKJ München und Freising seit Jahren, stellvertretend für viele junge Katholik*innen, für eine offene und queerfreundliche Kirche ein. Umso mehr begrüßen wir diesen Schritt der Erzdiözese und das klare Zugehen auf queere Menschen und Paare. Entscheidend ist jetzt, dass diese Haltung im Alltag sichtbar und verlässlich umgesetzt wird, gerade für junge queere Menschen. Nur so kann Vertrauen wachsen und echte Versöhnung gelingen“, erklärt Jakob Stadler, Diözesanvorsitzender des BDKJ München und Freising und Mitglied im Arbeitskreis Queer.
Ein sichtbares Zeichen für diese Entwicklung sieht der BDKJ auch im Engagement rund um den Christopher Street Day (CSD) München: Im Rahmen der Pride Weeks wird es am 28. Juni einen Jugendgottesdienst im Münchner Dom geben, der gemeinsam mit der Queerpastoral und der Dompfarrei vorbereitet wird.
„Gerade junge Menschen sehnen sich nach einer Kirche, die ihnen zuspricht: Deine Liebe ist wertvoll und steht unter Gottes Segen“, sagt Johanna Gressung, Diözesanjugendseelsorgerin des BDKJ München und Freising. „Dass dieses Anliegen im Rahmen der Pride Weeks sichtbar wird, ist ein starkes Zeichen. Das Schreiben von Kardinal Marx gibt dafür eine wichtige Rückendeckung: Die Beschlüsse des Synodalen Weges werden konkret aufgegriffen und in die pastorale Praxis übersetzt.“
Der BDKJ München und Freising wird die Umsetzung aufmerksam begleiten und sich weiterhin für eine Kirche einsetzen, die alle Menschen willkommen heißt. Eine Kirche, die segnet statt ausschließt, gewinnt an Glaubwürdigkeit, besonders bei jungen Menschen.







